Das Gold von Warna
Im Gräberfeld von Warna an der bulgarischen Schwarzmeerküste werden Toten zahlreiche Goldobjekte mitgegeben. Der Fund gilt als einer der ältesten bearbeiteten Goldschätze der Welt.

Lassen Sie einen Diamanten wachsen, rechnen Sie Ringgrößen um, messen Sie Ihre Uhr, erkunden Sie Komplikationen und testen Sie Ihr Wissen.
Karat, Farbe, Reinheit und Schliff nach der GIA-Systematik. Lassen Sie den Stein wachsen und sehen Sie, warum doppeltes Gewicht nicht doppelte Größe bedeutet.
In Deutschland entspricht die Ringgröße dem Innenumfang in Millimetern (EN ISO 8653). Schieben Sie den Regler auf Ihren Umfang und lesen Sie die internationalen Größen ab.
Näherungswerte. Hersteller- und Länder-Tabellen weichen um bis zu eine halbe Größe voneinander ab. Für einen Ring, der passen muss, lohnt die Messung mit Ringmaß beim Juwelier. Breite Ringe sitzen enger als schmale.
Der Feingehalt steht in Promille: 585 bedeutet 585 Teile reines Gold von 1.000. Wie viel Feingold ein Stück enthält, rechnet der Goldwert-Rechner aus.
| Stempel | Metall | Karat | Wissenswertes |
|---|---|---|---|
| 333 | Gold | 8 kt | Vor allem in Deutschland verbreitete, preisgünstige Legierung mit einem Drittel Gold; sie kann mit der Zeit leichter anlaufen. |
| 375 | Gold | 9 kt | Besonders in Großbritannien verbreitet, wo 375 der niedrigste gestempelte Feingehalt für Gold ist. |
| 585 | Gold | 14 kt | Weit verbreiteter Standard für robusten Alltagsschmuck; nach dem Feingehaltsgesetz zugleich Mindestwert für Stempel auf goldenen Geräten. |
| 750 | Gold | 18 kt | Klassischer Standard für hochwertigen Schmuck und Uhrengehäuse, mit sattem Goldton. |
| 900 | Gold | 21,6 kt | Typischer Feingehalt historischer Goldmünzen, etwa der Lateinischen Münzunion; im Schmuck selten. |
| 916 | Gold | 22 kt | In Indien und im Nahen Osten traditionell für Schmuck beliebt und Feingehalt mancher Anlagemünzen. |
| 999 | Gold | 24 kt | Feingold; sehr weich und daher vor allem für Barren und Münzen genutzt, Anlagebarren tragen meist 999,9. |
| 800 | Silber | k. A. | Mindestfeingehalt für gestempelte silberne Geräte nach dem deutschen Feingehaltsgesetz, häufig bei älterem Tafelsilber. |
| 835 | Silber | k. A. | Früher unter anderem in Deutschland und den Niederlanden für Besteck und Schmuck verbreitet. |
| 925 | Silber | k. A. | Sterlingsilber und internationaler Standard für Silberschmuck; der Rest ist meist Kupfer. |
| 999 | Silber | k. A. | Feinsilber; weich und vor allem für Barren und Anlagemünzen genutzt. |
| 950 | Platin | k. A. | In Europa üblicher Standard für Platinschmuck, etwa für Trauringe und Fassungen. |
| 999 | Platin | k. A. | Nahezu reines Platin für Barren und Münzen, in einigen Märkten auch für Schmuck. |
| 500 | Palladium | k. A. | Preisgünstigere Legierung mit hälftigem Palladiumanteil, im deutschsprachigen Raum etwa für Trauringe genutzt. |
| 950 | Palladium | k. A. | Hochwertige Palladiumlegierung; von Natur aus weiß und deutlich leichter als Platin. |
Stellen Sie die Uhr nach einer verlässlichen Zeitquelle, notieren Sie nach einigen Tagen die Abweichung und vergleichen Sie den Tageswert mit den Grenzen der Chronometer-Normen.
Normen: Chronometer nach ISO 3159 (COSC) · Deutsche Chronometerprüfung (DIN 8319) · COSC Excellence Chronometer · METAS Master Chronometer. Die Normen prüfen Werke oder Uhren unter Laborbedingungen; am Handgelenk ändern Temperatur, Lage und Aufzug den Gang.
Jede Zusatzfunktion einer mechanischen Uhr heißt Komplikation. Wählen Sie eine aus, das Zifferblatt zeigt, wo sie sitzt. Die Zeiger laufen in Echtzeit, die Mondphase zeigt den heutigen Mond.
Die einfachste Kalenderkomplikation zeigt den Tag des Monats, meist in einem Fenster oder mit einem Zeiger. Das Werk schaltet jede Nacht einen Tag weiter und rechnet dabei immer mit 31 Tagen. Bei vielen mechanischen Werken sollte das Datum nicht in den Stunden um Mitternacht verstellt werden, während der Schaltvorgang läuft.
Ein einfaches Datum muss fünfmal im Jahr von Hand korrigiert werden: am Ende von Februar, April, Juni, September und November.
Sie zeigt, wie viel Energie noch in der Zugfeder steckt, meist mit einem Zeiger auf einer Skala in Stunden oder Tagen. Besonders bei Handaufzugsuhren erinnert sie rechtzeitig ans Aufziehen.
Zwischen Freitag 18 Uhr und Montag 8 Uhr liegen 62 Stunden; eine Gangreserve von drei Tagen bringt eine abgelegte Uhr also über das Wochenende.
Ein zusätzlicher Stundenzeiger umrundet das Zifferblatt einmal in 24 Stunden und zeigt an einer 24-Stunden-Skala eine zweite Zeitzone. So lassen sich Heimat- und Ortszeit gleichzeitig ablesen, und die 24-Stunden-Teilung verrät, ob zu Hause Tag oder Nacht ist.
GMT steht für Greenwich Mean Time; den Nullmeridian durch Greenwich legte die Internationale Meridiankonferenz 1884 in Washington fest.
Der Chronograph ist eine Stoppuhr im Uhrwerk: Drücker starten, stoppen und nullen einen zusätzlichen Sekundenzeiger, kleine Zähler erfassen Minuten und Stunden. Die Uhrzeit läuft dabei unabhängig weiter.
Eine Tachymeterskala rechnet die für einen Kilometer gestoppte Zeit in Geschwindigkeit um: 3.600 geteilt durch die Sekunden, bei 20 Sekunden also 180 km/h.
Eine Scheibe mit zwei Monden dreht sich hinter einem bogenförmigen Ausschnitt und zeigt Neumond, zunehmenden Mond, Vollmond und abnehmenden Mond. Die verbreitete Ausführung mit 59 Zähnen rechnet mit 29,5 Tagen je Mondzyklus und weicht nach rund zwei Jahren und acht Monaten um einen Tag ab.
Ein synodischer Monat, von Neumond zu Neumond, dauert im Mittel 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten.
Der ewige Kalender zeigt Datum, Wochentag, Monat und meist den Schaltjahreszyklus an und berücksichtigt die unterschiedlichen Monatslängen einschließlich des 29. Februar selbstständig. Mechanisch gespeichert ist der Kalender dafür meist in einem Programmrad, das in vier Jahren einmal umläuft.
Im Jahr 2100 müssen die meisten ewigen Kalender korrigiert werden, denn nach dem gregorianischen Kalender ist es kein Schaltjahr.
Hemmung und Unruh sitzen in einem Käfig, der sich meist einmal pro Minute um die eigene Achse dreht. So mitteln sich die Gangfehler aus, die die Schwerkraft in senkrechten Lagen verursacht. Heute gilt das Tourbillon vor allem als Ausweis feiner Uhrmacherkunst.
Abraham-Louis Breguet erhielt das Patent für das Tourbillon am 26. Juni 1801, nach französischem Revolutionskalender dem 7. Messidor des Jahres IX.
Auf Knopfdruck oder per Schieber schlägt die Uhr die Zeit mit kleinen Hämmern auf Tonfedern: tiefe Töne für die Stunden, Doppeltöne für die Viertelstunden, hohe Töne für die Minuten. Sie gehört zu den aufwendigsten Komplikationen überhaupt.
Repetitionsuhren entstanden im späten 17. Jahrhundert in England und verrieten die Uhrzeit im Dunkeln, lange vor dem elektrischen Licht.
Die Ritzhärte nach Mohs reicht von 1 (Talk) bis 10 (Diamant). Staub enthält Quarz mit Härte 7: Weichere Steine werden beim täglichen Tragen mit der Zeit matt. Tippen Sie auf einen Stein.
Zwölf Fragen zu Schmuck, Edelsteinen, Uhren und Geschichte. Nach jeder Antwort gibt es die Erklärung, am Ende Ihr Ergebnis.
Goldschmiede, Uhrmacher und Steinschleifer haben Geschichte geschrieben. Eine kurze Reise in Stationen.
Im Gräberfeld von Warna an der bulgarischen Schwarzmeerküste werden Toten zahlreiche Goldobjekte mitgegeben. Der Fund gilt als einer der ältesten bearbeiteten Goldschätze der Welt.
Etruskische Goldschmiede verzieren Fibeln und Ohrschmuck mit Tausenden winziger Goldkügelchen. Die Technik ist älter, erreicht bei ihnen aber eine bis heute bewunderte Feinheit.
Erzherzog Maximilian von Österreich schenkt seiner Verlobten Maria von Burgund einen Ring mit Diamanten. Er gilt als frühester überlieferter Diamant-Verlobungsring.
Christiaan Huygens stellt die Spiralfeder für die Unruh vor, Robert Hooke beansprucht die Idee ebenfalls. Taschenuhren gehen dadurch deutlich genauer.
Abraham-Louis Breguet erhält am 26. Juni 1801 in Frankreich das Patent für seinen drehenden Hemmungskäfig. Er soll Gangfehler ausgleichen, die die Schwerkraft in senkrechten Lagen der Taschenuhr verursacht.
Caroline Murat, Königin von Neapel, bestellt bei Breguet eine Uhr an einem Armband aus Haar und Goldfäden; geliefert wird sie 1812. Sie gilt als eine der ersten dokumentierten Armbanduhren, durchsetzen wird sich die Armbanduhr erst im frühen 20. Jahrhundert.
Bei Hopetown am Oranje wird ein Kiesel als Diamant erkannt, der später „Eureka“ heißt. Die folgenden Funde um Kimberley machen Südafrika für Jahrzehnte zum führenden Diamantenproduzenten.
Marcel Tolkowsky berechnet Proportionen, die einem runden Brillanten besonders viel Brillanz und Feuer verleihen. Seine Werte prägen den modernen Brillantschliff bis heute.
Das Gemological Institute of America führt sein internationales Diamant-Graduierungssystem auf Basis der 4C ein. Die Farbskala beginnt bewusst bei D, um sich von älteren, uneinheitlichen Systemen abzugrenzen.
Forschern von General Electric gelingt im Dezember 1954 die reproduzierbare Herstellung von Diamanten unter hohem Druck und hoher Temperatur. Die ersten Steine sind winzig und für die Industrie bestimmt; Schmuckqualität wird erst Jahrzehnte später wirtschaftlich.
Am 25. Dezember 1969 kommt in Tokio mit der Seiko Astron die erste Quarz-Armbanduhr in den Handel. In den 1970er-Jahren löst die Quarztechnik eine Krise aus, die die mechanische Uhrenindustrie tief erschüttert.
Die US-Handelsbehörde FTC streicht das Wort „natürlich“ aus ihrer Definition des Diamanten. Labordiamanten gelten damit nach den US-Richtlinien als Diamanten, ihre Herkunft muss aber klar offengelegt werden.
Von 4C bis Unruh. Suchen Sie einen Begriff oder filtern Sie nach Thema.
Die vier Kriterien, nach denen Diamanten bewertet werden: Gewicht (Carat), Farbe (Color), Reinheit (Clarity) und Schliff (Cut). Das Gemological Institute of America (GIA) machte sie bekannt und schuf darauf aufbauend 1953 sein internationales Graduierungssystem, das heute Grundlage der meisten Diamantgutachten ist.
Gold in Barren oder Plättchen mit mindestens 995 Tausendteilen Feingehalt sowie bestimmte Goldmünzen mit mindestens 900 Tausendteilen, die nach 1800 geprägt wurden und gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren. Seine Lieferung ist in Deutschland umsatzsteuerfrei; für Goldschmuck und Silber gilt das nicht.
Nach ISO 764 gilt eine Uhr als antimagnetisch, wenn sie nach dem Kontakt mit einem Magnetfeld von 4.800 A/m, rund 60 Gauß, höchstens 30 Sekunden pro Tag von ihrem vorherigen Gang abweicht. Magnete in Lautsprechern, Taschenverschlüssen oder Tablets können ungeschützte Werke aus dem Takt bringen.
Aufschlag, den Käufer bei einer Auktion zusätzlich zum Zuschlag, dem Hammerpreis, an das Auktionshaus zahlen. Die Höhe legt jedes Haus in seinen Versteigerungsbedingungen fest; hinzu kann Mehrwertsteuer kommen.
Bei Handaufzugswerken wird die Zugfeder über die Krone gespannt. Automatikwerke nutzen zusätzlich einen Rotor, der sich mit den Bewegungen des Handgelenks dreht und die Feder selbsttätig aufzieht.
Verfahren, die Farbe, Reinheit oder Haltbarkeit eines Edelsteins verbessern, etwa das Erhitzen von Saphir und Rubin oder das Ölen von Smaragd. Viele Behandlungen sind im Handel üblich, nach den Richtlinien des Weltschmuckverbands CIBJO aber offenzulegen, weil sie den Wert beeinflussen.
Mineral, zu dem mehrere bekannte Edelsteine gehören: der grüne Smaragd, der blaugrüne bis blaue Aquamarin und der rosafarbene Morganit. Die Farben entstehen durch Spuren von Elementen wie Chrom, Vanadium, Eisen oder Mangan.
Runder Diamant im Brillantschliff mit 57 Facetten, mit angeschliffener Spitze (Kalette) 58. Im deutschen Sprachgebrauch steht „Brillant“ ohne Zusatz für einen Diamanten; andere Steine werden als „im Brillantschliff“ bezeichnet.
Schliffform mit gewölbter, glatt polierter Oberseite ohne Facetten, meist mit flacher Unterseite. Sie eignet sich besonders für undurchsichtige Steine und für Lichteffekte wie Katzenauge oder Stern.
Uhr, deren Werk eine offizielle Gangprüfung nach ISO 3159 bestanden hat, in der Schweiz durch die COSC, in Deutschland nach DIN 8319 in der Sternwarte Glashütte. Für mechanische Werke liegt die zulässige mittlere tägliche Abweichung bei −4 bis +6 Sekunden.
Unedles Metall, etwa Messing, mit einer mechanisch aufgebrachten, zum Beispiel aufgewalzten Goldauflage. Die Schicht ist meist deutlich dicker und haltbarer als eine galvanische Vergoldung, massiver Goldschmuck ist Doublé aber nicht.
Im Inneren eines Steins eingeschlossene Kristalle, Flüssigkeiten oder feine Risse, die meist beim Wachstum entstanden sind. Sie bestimmen den Reinheitsgrad eines Diamanten und können bei Farbsteinen Hinweise auf Herkunft oder Behandlung geben.
Anteil des reinen Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen. Der Stempel 585 bedeutet 585 von 1.000 Teilen Gold, der Rest sind andere Metalle wie Silber, Kupfer oder Palladium.
Gewichtseinheit für Edelmetalle: Eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm und ist damit schwerer als die gewöhnliche Unze mit rund 28,35 Gramm. Der Referenzpreis für Gold, der LBMA Gold Price, wird an Londoner Handelstagen zweimal in US-Dollar je Feinunze ermittelt.
Leuchten eines Steins unter ultraviolettem Licht. Laut GIA zeigen etwa 25 bis 35 Prozent der Diamanten eine Fluoreszenz, ganz überwiegend in Blau; Gutachten geben ihre Stärke von „None“ bis „Very Strong“ an.
Gibt an, wie schnell die Unruh schwingt, meist in Halbschwingungen pro Stunde (A/h) oder in Hertz. Verbreitet sind 28.800 A/h, das entspricht 4 Hertz; höhere Frequenzen können die Gangstabilität verbessern, beanspruchen Werk und Zugfeder aber stärker.
Uhr mit allen ursprünglich zum Verkauf gehörenden Bestandteilen, typischerweise Originalbox, Garantiekarte oder Zertifikat und Papiere. Auf dem Gebrauchtmarkt erzielen vollständige Uhren meist höhere Preise, weil Herkunft und Echtheit leichter nachzuvollziehen sind.
Goldschmiedetechnik, bei der winzige Goldkügelchen auf eine Metalloberfläche aufgeschmolzen werden und Ornamente bilden. Etruskische Werkstätten brachten sie im 7. Jahrhundert v. Chr. zu besonderer Vollendung.
Baugruppe, die die Energie der Zugfeder in gleichmäßigen Portionen an die Unruh abgibt und das Räderwerk Schritt für Schritt freigibt; dabei entsteht das typische Ticken. In mechanischen Armbanduhren ist die Schweizer Ankerhemmung am weitesten verbreitet.
Angabe des Goldanteils in 24 Teilen: 24 Karat sind reines Gold, 18 Karat entsprechen 750 Tausendteilen, 14 Karat rund 585. Nicht zu verwechseln mit dem Karat als Gewichtseinheit für Edelsteine.
Gewichtseinheit für Edelsteine: Ein metrisches Karat entspricht 0,2 Gramm und wird in 100 Punkte unterteilt. Der Name geht auf die Samen des Johannisbrotbaums zurück, die Händlern früher als Gegengewichte dienten.
Internationales Zertifizierungssystem für Rohdiamanten, das seit 2003 den Handel mit sogenannten Konfliktdiamanten unterbinden soll. Teilnehmende Staaten handeln Rohdiamanten nur untereinander und mit Herkunftszertifikat; Kritiker bemängeln die enge Definition von Konfliktdiamanten.
Jede Funktion einer Uhr über Stunden, Minuten und Sekunden hinaus, etwa Datum, Chronograph oder Mondphase. Als besonders anspruchsvoll gelten ewiger Kalender, Tourbillon und Minutenrepetition.
Mineral aus Aluminiumoxid mit der Mohshärte 9. Roter Korund heißt Rubin, Korund in allen anderen Farben Saphir; synthetisch hergestellt dient er auch als kratzfestes Uhrglas.
Fassung, bei der der Stein von meist vier oder sechs Metallkrallen gehalten wird. Viel Licht fällt von den Seiten ein; die Krappen sollten aber regelmäßig auf festen Sitz geprüft werden.
Im Labor gezüchteter Diamant mit derselben chemischen Zusammensetzung und Kristallstruktur wie ein natürlicher. Er entsteht unter hohem Druck und hoher Temperatur (HPHT) oder durch Abscheidung aus einem Gas (CVD) und lässt sich zuverlässig nur mit gemmologischen Laborgeräten vom natürlichen Diamanten unterscheiden.
Lager aus synthetischem Rubin, in dem sich die Zapfen der Räder drehen. Der harte Korund verringert Reibung und Verschleiß; die Zahl der Steine ist oft auf dem Werk angegeben.
Uhrwerk, das ein Hersteller weitgehend selbst entwickelt und fertigt, im Gegensatz zu zugekauften Werken. Eine verbindliche Definition gibt es nicht; wie viele Teile im eigenen Haus entstehen, ist von Fall zu Fall verschieden.
Ring, dessen Schiene ganz oder zur Hälfte mit gleich großen Steinen besetzt ist, oft Brillanten. Ein rundum besetzter Ring lässt sich in der Größe kaum noch ändern.
Relative Härteskala von 1 (Talk) bis 10 (Diamant), die der Mineraloge Friedrich Mohs Anfang des 19. Jahrhunderts aufstellte. Sie gibt an, welches Mineral welches ritzt; die Abstände sind aber nicht gleich, Diamant ist um ein Vielfaches härter als Korund mit 9.
Mineral aus Siliziumkarbid, benannt nach Henri Moissan, der es 1893 in Meteoritengestein entdeckte. In der Natur äußerst selten, wird es für Schmuck heute im Labor hergestellt und mit einer Mohshärte von rund 9,25 als Diamantalternative genutzt.
Fassart, bei der viele kleine Steine dicht nebeneinander gesetzt und von winzigen Metallkörnern gehalten werden. Die Fläche wirkt wie gepflastert, daher der französische Name.
Seltenes, sehr dichtes Edelmetall, das für Schmuck meist mit 950 Tausendteilen verarbeitet wird. Es ist von Natur aus weiß und läuft nicht an; Kratzer verdrängen das Material eher, als dass sie es abtragen.
Dokumentierte Herkunft und Besitzgeschichte eines Objekts, etwa durch Rechnungen, Zertifikate oder Auktionskataloge. Eine belegte, bedeutende Provenienz kann den Wert von Schmuck und Uhren deutlich steigern.
In Metall geschlagenes Zeichen, das Feingehalt, Hersteller oder Prüfamt angibt. In Deutschland ist der Feingehaltsstempel freiwillig; wird er angebracht, muss er dem Feingehaltsgesetz von 1884 entsprechen.
Galvanisches Überziehen mit einer hauchdünnen Schicht Rhodium, einem Platinmetall. Weißgold erhält so einen kühlen, hellen Glanz; weil sich die Schicht mit der Zeit abträgt, kann der Goldschmied sie erneuern.
Goldlegierungen mit erhöhtem Kupferanteil, der den warmen, rötlichen Ton erzeugt; Rotgold enthält meist etwas mehr Kupfer als Roségold, genormt sind die Farbbezeichnungen aber nicht. Der Feingehalt, etwa 585 oder 750, entspricht dem von Gelbgold.
Uhrglas aus synthetischem Korund mit der Mohshärte 9. Es ist im Alltag nahezu kratzfest, kann bei einem harten Schlag aber brechen.
Schmuckstück mit einem einzelnen, hervorgehobenen Stein, klassisch ein Ring mit Diamant. Der Begriff kommt vom französischen „solitaire“, einzeln.
Silberlegierung mit 925 Tausendteilen Silber, der Rest ist meist Kupfer. Sie ist härter als Feinsilber und Standard für hochwertigen Silberschmuck und Silberwaren.
Das schwingende Rad, das zusammen mit der Spiralfeder den Takt eines mechanischen Uhrwerks bestimmt. Christiaan Huygens stellte die Unruhspirale 1675 vor; erst sie machte Taschenuhren wirklich genau.
Vergoldetes Silber, heute meist Sterlingsilber mit einer Goldauflage. Mindestdicke und Goldgehalt der Auflage sind international nicht einheitlich festgelegt.
Die Angabe in Metern oder bar beschreibt einen Prüfdruck unter Laborbedingungen, keine empfohlene Tauchtiefe. Taucheruhren nach ISO 6425 müssen mindestens 100 Meter wasserdicht sein und weitere Anforderungen erfüllen; Dichtungen sollten regelmäßig geprüft werden.
Goldlegierung, die durch Palladium oder andere weiße Metalle entfärbt wird; nickelhaltige Legierungen können Allergien auslösen, ihre Nickelabgabe ist in der EU begrenzt. Weil ein leicht gelblicher Eigenton bleibt, wird Weißgold meist rhodiniert.
Fassung, bei der ein geschlossener Metallrand den Stein ringsum umschließt. Sie schützt Kanten und Rundiste gut und eignet sich daher für Ringe im täglichen Gebrauch.
Synthetisches, kubisch kristallisiertes Zirkoniumdioxid, das seit den 1970er-Jahren als preiswerte Diamantimitation dient. Nicht zu verwechseln mit Zirkon, einem natürlichen Edelstein.
Perle, deren Entstehung der Mensch anregt, indem er einer Muschel einen Kern oder ein Gewebestück einsetzt. Die Muschel umhüllt es mit Perlmutt; dessen Dicke und Lüster, also der Oberflächenglanz, bestimmen die Qualität.
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